1. Juni 2015

Ich, Maria aka die „Die Selbermacherin“, darf wieder für Kathrin einen Beitrag schreiben! Bei meinem ersten Gastbeitrag habe ich ja versucht, mich euch vorzustellen, dieses Mal möchte ich euch erzählen, wie ich zum Schnittmuster basteln und zu meinem ersten Freebook gekommen bin.


Das Problem mit den Schnittmustern

Irgendwie passten fertige Schnitte bei meiner Tochter nie so richtig. Beatrice ist ja für ihr Alter (7 Jahre) etwas groß geraten, aber eine ganz Schmale. Sie braucht von der Länge 140, von der Breite 128. Anfangs habe ich mich immer sehr darüber geärgert, dass es keine so schmalen Schnitte gibt, naja fast keine.

So bin ich immer gesessen und habe die Schnittmuster so verändert, dass sie von Länge und Breite passten. Einmal, mitten unterm Abzeichnen und Verändern eines fertigen Schnittmusters war mir das dann zu blöd. Ich nahm anfangs Lieblingskleidung als Vorlagen und zeichnete drauf los. Wieder erwarten funktionierte das total gut.

Dann wollte ich mehr über Schnittkonstruktion erfahren, las viele Berichte darüber, kaufte mir Bücher, verglich mit fertigen Schnittmustern, sprach mit meiner Tante, die in die Modeschule ging und es fiel mir von Mal zu Mal leichter meine Schnittmuster zu zeichnen.


Schnitte abnehmen von Kleidung

Also versuchte ich auch einmal Schnittmuster für mich zu entwerfen. Mein erstes Schnittmuster für mich war mein „Lieblingskleid“,…

Die Selbermacherin


…danach folgte ein Fledermausshirt. Dieses Fledermausshirt gefiel Beatrice sooo gut, dass sie mir tagelang in den Ohren lag, sie braucht auch so Eines, unbedingt!

Die Selbermacherin


Irgendwann traute ich mich es von 36 auf 140 zu verkleinern, es klappte…. Ich war begeistert. Also startete ich noch den Gegenversuch und nähte für meine Mama eines in 42. Ich war überrascht wie toll das ging.

Aber wie bin ich dann dazu gekommen, eine Unterhose als Freebook zu veröffentlichen.


Vom Schnittmuster zum eigenen Freebook

Wieder mal ist mein kleines Fräulein „schuld“ daran. Zuerst wollte ich einfach nur Jerseyreste aufarbeiten und fing an meinem Sohn (3 Jahre) Unterhosen daraus zu nähen. Das fand aber meine Tochter total unfair, sie wollte auch so bunte Höschen haben. Aber es durften keine Slips sein, Panties wollte die junge Dame. Ich durchsuchte das Internet nach Freebooks und wurde nicht fündig, also zeichnete ich wieder selbst. Ich hatte so eine Freude damit, dass ich ein Foto auf Facebook stellte und von überall her fragte man mich nach dem Schnitt.

Also stellte ich auf meinem Blog noch die Frage, ob Interesse an einem Freebock für mein Dornröschen-Höschen bestünde und die Reaktion hat mich so überwältigt, dass ich mich sofort hingesetzt habe und zeichnete.


Das Dornröschen-Höschen

Manche fragen sich vielleicht, wie man auf den Namen „Dornröschen-Höschen“ kommt. Das ging ganz schnell. Mein Mann sagt gerne Dornröschen zu unserer Tochter und als er vom Arbeiten heim kam und Beatrice ihm voller Freude zeigte, dass ihr Mama ein Höschen genäht hat, lachte mein Mann (der es
nicht nachvollziehen konnte, dass man mit einer Unterhose so eine Freude haben kann) und meinte:

„Jetzt hat unser Dornröschen ein neues Höschen!“

Meine Tochter fand das gleich unglaublich lustig und sprang singend durch das Haus: „Mama, ich hab ein Dornröschen-Höschen!” und schon hatte der Schnitt seinen Namen.

Die Selbermacherin


Als ich mit dem Zeichnen und dem Anleitung schreiben fertig war, rief ich zum Probenähen auf. Ich war so aufgeregt, sonst war ich ja immer diejenige die sich fürs Probenähen beworben hat.

Es war wirklich unheimlich schwer die Probenähmädels auszuwählen. Aber ich schaffte es 19 auszuwählen und das Probenähen startete. Wenn ihr auf meine Seite schaut, seht ihr dass ich intuitiv gut gewählt habe, denn die Mädels zauberten total süße Höschen. In der Probenähgruppe wurde die Anleitung perfektioniert und sogar noch eine zweite Version des Zusammennähens hinzugefügt.


Dann kam der spannende Tag der Freebook-Veröffentlichung.

Ich war so aufgeregt. Meine Mädels machten nach der Veröffentlichung so viel Werbung, dass der Downloadzähler nach ober schoss. In der Probenähgruppe fieberten alle mit mir und wir waren von eurem Interesse an dem Dornröschen-Höschen beeindruckt.

Das Dornröschen-Höschen habe ich am 9. Mai 2015 um 20:00 Uhr veröffentlicht und heute am 1.6.2015 sind es über 3150 Downloads. Unfassbar! Ich habe mittlerweile auch schon einige Feedbacks zu meinem Freebook erhalten und auch ganz tolle Fotos, die ich auf meinem Blog veröffentliche.

Wenn ihr also auch unter den über 3000 seid, die das Freebock heruntergeladen haben, dann schickt mir doch - an maria.peltier@selbermacherin.at - das Foto und ein paar Zeilen, wie ihr die Anleitung findet, dann kann ich auch eure fertigen Werke veröffentlichen.

Wer noch nicht auf das Dornröschen-Höschen gestoßen ist, es aber gerne nähen möchte, der klickt am besten HIER.


Liebe Kathrin, ich schreib und schreib und schreib, und kann wiedermal nicht aufhören.


Eines muss ich aber noch schnell erzählen…

Ihr habt mir mit eurem riesen Interesse so viel Motivation gegeben, dass ich schon wieder an einem neuem Freebook arbeite. Ich möchte noch nicht zu viel verraten, aber es wird dieses Mal etwas Sommerliches für uns „großen“ Mädels! Meine Probenähbienen stehen schon in den Startlöchern und warten darauf, dass ich mit dem Digitalisieren fertig werde. Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon darauf!

Danke Kathrin, dass ich jetzt schon den zweiten Gastbeitrag für dich schreiben durfte. Es macht immer wieder großen Spaß. Also, ich bin jederzeit bereit, solltest du wiedermal Platz auf deinem tollen Blog für mich haben!


Liebe Grüße

Eure Maria


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