16. Januar 2016

- oder auch was mach ich sobald mein Plotter bei mir eingetroffen ist?


Ich hab es wieder getan! Nachdem ich Anfang 2015 einen Silhouette Cameo 1 und dann im Herbst noch einen brandneuen Silhouette Curio geliefert bekommen habe, habe ich jetzt meinen himmelgrauen Plotter-Park wieder etwas erweitert.

Dank der lieben Katharina aka “Die Plotterprinzessin” ist nun auch ein Silhouette Cameo 2 eingetroffen. Soweit ich mitbekommen habe, bin ich nicht die Einzige, die in den letzen Tagen Luftsprünge gemacht hat, als der Paketdienst an der Türe geklopft hat.

Daher möchte ich euch heute (meine und) eure neueste Errungenschaft etwas näher bringen…


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Zu allererst möchte ich euch die Unterschiede zwischen meinem “alten” Cameo 1 und dem neuen Modell Cameo 2 (seit 2014) erklären.


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Recht viele Unterschiede gibt es ja nicht zwischen den beiden Geräten - hier aber mal die wichtigsten, neuen Features im Überblick:


  • Farbe: Der neue Cameo ist komplett weiß gehalten. Wo früher graue, silberne, schwarze oder türkise Akzente gesetzt wurden, überzeugt jetzt alles in minimalisteschem weiß. Mir gefällts.

  • Digitales Display: Wo vorher Bedientasten zum Ein- und Ausladen der Schneidematte waren, befindet sich jetzt der LCD Touchscreen. Zusatz Feature: Du kannst die Farbe des beleuchteten Touchscreens ändern - es stehen 3 Farben zur Verfügung.

  • On/Off-Knopf: Dieser befindet sich nach wie vor am Gerät, wurde aber von der Vorderseite auf die rechte Seite des Plotters verschoben. Neben dem üblichen Anschluss für das Stromkabel und für das USB-Kabel (zwischen Plotter und PC) gibt es NEU einen

  • USB-Anschluss: Statt dem alten Kartenleser (für SD-Speicherkarten) hat man jetzt die Möglichkeit einen USB-Stick anzuschließen und so direkt Plottgrafiken an den Plotter zu übermitteln.

  • Werkzeugaufbewahrung: Das klingt jetzt weitaus größer als es ist, aber auf der linken Seite des Plotters befindet sich nun ein kleines Fach, in dem beispielsweise Ersatzklingen aufbewahrt werden können. So verstaut sind die Klingen der Messer vor Beschädigungen geschützt.


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  • Querschneider: Dieses neue Tool, auch Folienabschneider genannt, dient dazu Folien, die ihr von einer Rolle einlegt, direkt mit dem Silhouette Querschneider abzuschneiden. Der Querschneider hilft dabei Schnittprojekte mit einer sauberen Schnittkante leicht zu beenden.


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Achtung: Eigentlich kommt der Querschneider nur in Verbindung mit dem “Rollenhalter für Silhouette Hobbyplotter” zur Anwendung.

  • PixScan Technologie: Die PixScan Technologie ist eine neue Funktion mit der konturgenau um ein gedrucktes Design geschnitten werden kann. Wie das genau funktioniert, werde ich in einem separaten Beitrag meines Plotter-ABCs erklären.


So, und nachdem ihr jetzt die neuesten Features meines (und vielleicht auch eures) neuen Plotters kennt, gehts los mit dem wohl wichtigsten Schritt:

Auspacken.

Das hat bei meiner ersten Lieferung etwas länger gedauert - ich hab mich einfach nicht drüber getraut über das neue Gerät. Im Nachhinein kann ich das gar nicht verstehen, so schwer ist es gar nicht den Plotter zu verwenden und kaputt machen kann man eigentlich auch nichts. Daher ran an die Schachteln meine Lieben - AUSPACKEN!!!


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Sobald ihr den Plotter sowie

  • die Studio® Software CD

  • das Schneidemesser

  • den Querschneider

  • die Schneidematte (12x12”)

  • das USB-Kabel und

  • das Netzteil inkl. Stromkabel

ausgepackt habt, gehts dem Plotter an die Wäsche ähm… Schutzfolien.


Bevor ihr den Plotter nämlich in Betrieb nehmt, müsst ihr die angebrachten

Schutzfolien entfernen.

Diese Folien sichern den Plotter für den Transport. Sie sichern

  • den Deckel und

  • den Messerhalter

des Plottes.

Entfernt diese, je 2 blauen, Schutzfolien-Streifen indem ihr sie einfach vorsichtig ablöst.


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Achtung: Vergesst auch nicht, die beiden Styropor-Streifen, die zwischen dem Messerhalter und dem Plotter (rechts) platziert sind. Es kann sein, dass ihr diese erst entfernen könnt, nachdem ihr den Plotter eingeschaltet habt und der Klingenhalter nach links gefahren ist.


Sobald alle Schutzfolien entfernt sind, kann man den Plotter

Anstecken.

In eurem Paket werdet ihr 2 verschiedene Kabel finden. Ein USB-Kabel, und ein Netzteil inkl. Stromkabel. Entfernt als erstes die Kabelbinder, die die Kabel für den Transport zusammenhalten.

Jetzt nehmt ihr das USB-Kabel zur Hand. Das Kabel hat auf einer Seite einen Mini-USB-Anschluss - den ihr auf der rechten Seite des Plotters ansteckt. Die andere Seite (normaler USB-Anschluss) wird mit einem USB-Anschluss an eurem PC verbunden.


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Anschließend muss der Plotter nur noch an den Strom. Dazu Netzteil und Stromkabel verbinden - Stecker in die Steckdose und das Netzteil-Kabel in den Plotter stecken.


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Ihr könnt anschließend überprüfen, ob der Plotter und das Netzkabel ordentlich verbunden sind, indem ihr den On/Off-Knopf betätigt. Das Touch-Display eures Plotters sollte nun aufleuchten und der Klingenhalter von rechts nach links fahren.


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Einstellungen am Plotter vornehmen

Bevor ihr nun eueren ersten Auftrag starten könnt, müsst ihr noch ein paar Grundeinstellungen an eurem neuen Gerät vornhmen:

  • Sprache definieren

  • Hilfe-Symbole ein-/ausschalten

  • Einführung (Tutorial) starten

Da euch der Plotter sehr gut durch diese ersten Einstellungen leitet, erkläre ich dazu nichts näheres.


Was aber ganz interessant ist, ist einen Blick in das Einstellunges-Menü des Plotters zu werfen. Hier könnt ihr:

  • die Sprache ändern

  • das Farbschema eures Touch-Displays anpassen (Blau, Pink & Grau)

  • einstellen wann euer Plotter in den Ruhemodus wechselt

  • Hilfe-Symbole im Nachhinein ein-/ausblenden

  • nochmals die Einführung ansehen


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Indem ihr die Pfeil-Taste drückt, kommt ihr wieder zurück ins Hauptmenü.


Wer den Plotter also in Betrieb genommen hat kann sich, soweit das noch nicht geschehen ist, die

Silhouette Studio® Software installieren.

Die Basis Version gibts für alle kostenlos. Ich empfehle, wie in meinem Beitrag “S wie Silhouette 1.0”” bereits erklärt, das Update auf die “Silhouette Studio® Designer Edition”.

Warum? Das könnt ihr im oben verlinkten Beitrag nachlesen!


Herunterladen könnt ihr die verschiedenen Silhouette Studio® Editionen z.B. auf

  • hobbyplotter.de oder direkt auf

  • silhouetteamerica.com.


Nächster Schritt - mit dem wir dem ersten Plotterbild immer näher kommen, ist die

Schneidematte entkleben.

Vor allem frisch ausgelieferte Schneidematten sind sehr stark haftend. Klebt man z.B. Papiere oder Kartons auf eine neue Schneidematte, so lassen sich diese (wenn überhaupt) nur schwer wieder ablösen. Dabei können die geschnittenen Materialien beschädigt oder gar zerstört werden.

Um zu vermeiden, dass der Materialien zu stark auf der Schneidematte haften, muss die Klebkraft der Matte vorerst etwas reduziert werden.

Löst als erstes die blaue Schutzfolie von der Schneidematte.


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Tipp: Hebt die Schutzfolie unbedingt auf, nach dem Schneidevorgang könnt ihr diese wieder auf der Matte platzieren uns schützt sie somit vor unnötigen Verunreinigungen.

Um nun die Klebkraft zu reduzieren, nehmt ihr am Besten einen Baumwoll- oder Jersey-Stoffrest und tupft die gesamte Matte mehrmals ab. Die Stoff-Fussel, die dabei auf der Schneidematte kleben bleiben führen dazu, dass die Matte etwas weniger klebt (aber nach wie vor stark genug für Folien und Papiere)!


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Da nun auch die Schneidematte für euer erstes Plotterbild vorbereitet ist, können wir uns um die Schnitteinstellungen kümmern. Ihr habt sicher schon einmal gehört oder gelesen, dass verschiedene Materialien verschiedene Schnitteinstellungen benötigen. Diese werden sowohl über die Silhouette Studio® Software vorgenommen, als auch über das Schneidemesser selbst.


Im nächsten Schritt zeige ich euch, wie ihr euer

Messer einstellen

könnt.

Bei Auslieferung ist das Silhouette Messers auf Klingenlänge 0 eingestellt - so ist das Messer vor Beschädigungen geschützt. Die Einstellung kann, mittels des grauen Halters in 10 Stufen vorgenommen werden (1-10). Wobei 1 die kürzeste und 10 die längste Klingenlänge bedeutet.

Um in die verschiedenen Klingenlängen einstellen zu können, ist der Lieferung ein graues Drehrad (Halter) beigefügt. Dies könnt ihr auf das Messer aufsetzen, und so im Uhrzeigersinn die Klingenlänge adjustieren.


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Habt ihr keinen grauen Halter zur Hand, könnt ihr die Klingenlänge auch direkt an eurem Plotter anpassen - dazu dient die kleine, runde Aussparung links vor dem Messerhalter.


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Sobald das Messer auf die richtige Klingenlänge eingestellt ist, könnt ihr das

Messer einsetzten.

Vor allem beim Einsetzen des Messers ist Vorsicht geboten! Wer hier nicht aufpasst kann sich schnell ein Messer beschädigen.

Um das Messer einzusetzen, muss vorerst der Fixierriegel geöffnet werden. Dazu den Riegel nach links (gegen den Uhrzeigersinn) drehen.


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Sobald der Riegel geöffnet ist, könnt ihr das Messer in den Halter drücken. Ganz wichtig ist dabei, dass ihr den Messerhalten von unten mit einem Finger nach oben drückt, bevor ihr das Messer im Halter platziert. So verhindert ihr, dass die Klingen-Spitze eingedrückt und somit das Messer beschädigt wird.


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Wenn das Messer im Halter platziert ist, könnt ihr den Fixierriegel wieder schließen indem ihr den Riegel nach rechts (im Uhrzeigersinn) dreht.


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Bevor nun die Schneidematte eingelegt werden kann, könnt ihr ggf. die

Walze verstellen.

Je nach Größe eurer Schneidematte (8x12” 12x12” oder 12x24”) könnt ihr die Breite der Walze eures Plotters anpassen. Als Walze bezeichnet man die Metallstange mit der das Medium (z.B. eure Schneidematte) im Plotter vor und zurück transportiert wird.

An der Walze links und rechts zwei weiße Riegel befesigt, die das Material “greifen”. Die Breite dieser Riegel kann (und MUSS) je nach Matten- oder Materialbreite angepasst werden, indem ihr den rechten Riegel nach links oder rechts verschiebt.

Dazu müsst ihr zu allerest den Hebel, auf der rechten Seite über der Walze, bewegen. Nach vorne drücken - so hebt sich die Walze.


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Dreht nun den rechten Riegel (das kann die ersten Male etwas schwer gehen), sodass die “Zähne” sich aus den Vertiefungen der Metallstange lösen - jetzt könnt ihr ihn nach links oder rechts verschieben. Unbedingt wieder in eine der Vertiefungen einrasten.


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Die Vertiefungen sind bei den neuen Plotter-Modellen mit türkisen Pfeilen markiert - insgesamt befinden sich 4 Stück über die Länge der Metallstange.


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Anschließend den Hebel (rechts) wieder nach oben bewegen, der Einzug muss jetzt wieder abgesenkt sein, ansonsten kann die Walze euer Material nicht greifen.


Zu guter Letzt, möchte ich euch jetzt noch erklären, wie man die

Schneidematte ein- und ausladen

kann.

Das erfolgt (wenn ihr einen Cameo 2 habt) über das Touch-Display eures Silhouette Cameo. Auf älteren Modellen gibt es dazu Pfeil- und Enter Tasten, mit dem ihr den Plotter bedienen könnt.

Auf dem Display gibt es 3 selbsterklärende Tasten:

  • Schneidematte einlegen (load cut mat)

  • Alternatives Schneidemedium einlegen (load media)

  • Auswerfen (unload).


“load cut mat” bedeutet, dass ihr Material INKLUSIVE Schneidematte in den Plotter laden wollt. Dies dürft ihr vor dem Start des Scheideauftrags keinesfalls vergessen.

“load media” bedeutet, dass ihr ein Material OHNE Schneidematte in den Plotter laden wollt. Dazu eignet sich vor allem Vinyl, dass auf Rollen aufgewickelt ist, und mittels dem “Rollenhalter für Silhouette Hobbyplotter” in den Plotter geladen werden kann.

Achtung: Nicht jedes Material ist zum Schneiden ohne Schneidematte geeigntet!

“unload” bedeutet, dass ihr die Schneidematte oder auch das Material aus dem Plotter entladen möchtet. Dies müsst ihr tun, nachdem ein Schneidevorgang abgeschlossen ist.

Um die Schneidematte einzuladen, legt ihr sie an der türkisen Markierung (Strich mit 2 Pfeilen, links) an.


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Haltet die Schneidematte nun in etwa mittig, mit mehreren Fingern (leicht), fest und drückt nun auf “load cut mat”.


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Der Plotter zieht so die Schneidematte ein, sodass der Messerhalter in etwa über dem Nullpunkt (das ist die linke, obere Ecke der des Rasters) platziert ist.


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Wer schon eine Plottgrafik parat hat, muss nun nur noch die Schnitteinstellungen im Silhoutte Studio® vornehmen (wie man das macht, erkläre ich HIER) und schon wird euer erstes Motiv geschnitten.


So, und nachdem ich für die Fotodokumentation meines Beitrag, die ersten Schritte an meinem NEUEN Plotter vorgenommen habe, kann ich nun auch selbst losstarten und meinen neues Gerät einweihen… YEAH!

Und ihr? Keine Scheu, ran an die Folien und viel Spaß beim PLOTTEN!


Habt es fein,

eure Kathrin




PS: Ihr habt gesehen, dass die Inbetriebnahme eines Plotters kein Hexenwerk ist und würdet jetzt gerne einen eigenen Plotter haben, dann stattet doch meiner lieben Freundin Katharina aka Die Plotterprinzessin einen Besuch ab. In ihrem österreichischen Online-Shop werdet ihr garantiert fündig!




PPS: Ihr habt Fragen zum Plotter, dem nötigen Zubehör, den verschiedenen Folienarten etc. dann kontaktiert mich gerne per E-Mail unter info@himmelgrau.at oder kommt vorbei in der Feuerbachgasse 10, 8020 Graz. Ich bin gerne bereit mein Wissen mit euch zu teilen.


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